Bürgerbeteiligung zur Gartenschau Bad Urach 2027 - Gesamtprozess - Bad Urach: Gartenschau 2027

Der Gesamtprozess

Bad Urach hat sich um die Ausrichtung der Gartenschau beworben - und den Zuschlag bekommen: Anfang Juli 2018 gab die Landesregierung Baden-Württembergs bekannt, dass die Gartenschau 2027 in Bad Urach stattfinden wird.

Die Ausrichtung der Gartenschau bietet für die Stadt und seine Teilorte nicht nur die Gelegenheit, die Kurstadt ein Jahr lang mit Aktionen und Ausstellungen umzugestalten und für Bewohner und Besucher neu zu beleben. Vielmehr ist die Gartenschau eine Chance, eine nachhaltige Stadtentwicklung voranzutreiben und so auch langfristig zu wirken. Denn die Ausrichtung der Gartenschau wird durch das Landesprogramm "Natur in Stadt und Land" in erheblichem Maße finanziell gefördert. Insbesondere der Planung und Errichtung von dauerhaften Grün- und Freianlagen werden in diesem Rahmen bezuschusst.

Bis dahin ist jedoch noch einiges zu tun! Damit Sie den Überblick nicht verlieren, haben wir Ihnen auf dieser Seite alle relevanten Informationen zum Gesamtprozess "Gartenschau 2027" zusammengestellt.

Im Laufe des Prozesses wird es zu unterschiedlichen Themen Bürgerbeteiligungsformate geben. Diese werden rechtzeitig hier auf der Beteiligungsseite und natürlich auch in der lokalen Presse angekündigt. 

Detaillierter zeitlicher Überblick über den Gesamtprozess

I. Bewerbung und Zuschlag (Juli 2017 bis 03. Juli 2018)

  • Juli 2017: Auslobung der Gartenschaubewerbungen 2026 bis 2030 durch das Land Baden-
    Württemberg
  • 24.10.2017: Gemeinderat beauftragt die Erstellung einer Machbarkeitsstudie (MBS)
    durch das Büro "Kienleplan"
  • 3. bis 4. Quartal 2017: Erarbeitung der Machbarkeitsstudie
  • 19.12.2017: Gemeinderat beschließt einstimmig die Abgabe der Machbarkeitsstudie zur Bewerbung um die Austragung einer Gartenschau 2027
  • 22.12.2017: Abgabe der Bewerbung beim Ministerium
  • 13. und 14.4.2018: Bürgerspaziergänge für interessierte BürgerInnen zu Themen der MBS
  • 21.02.2018: Informationsveranstaltung für BürgerInnen der Stadt und Ortsteile
  • 17.04.2018: Bereisung Fachkommission
  • 03.07.2018: Zuschlag Gartenschau

II. Erstellung des Rahmenplanes (Herbst 2018 - 22. Juni 2021)

  • 4. Quartal 2019: Beginn Rahmenplanung
  • 11.01.2020: Workshop mit dem Gemeinderat
  • 14.03.2020: Bürgerbeteiligung zum Rahmenplan musste Corona-bedingt entfallen
  • 2. bis Anfang 4. Quartal 2020: Corona-bedingte Pause bei der Bearbeitung des Rahmenplanes
  • ab dem 4. Quartal 2020: Wiederaufnahme Bearbeitung Rahmenplanung
  • 26.01.2021: Präsentation Planungsstand in einer Sitzung des Gemeinderates
  • 23.02.2021: Sondersitzung des Gemeinderates zum Thema "Gartenschau 2027"
  • 18.03.2021: Bürgerinformation zum Rahmenplan - Onlineformat
  • 15.07.2021: Jugendbeteiligung (Digital)
  • 27.07.2021: Verabschiedung Rahmenplanung durch den Gemeinderat

Verbindliche Erklärung

3. Quartal 2021: Verbindliche Erklärung für die Durchführung der Gartenschau 2027


 

III. Freiraumplanerischer Wettbewerb
(Sommer 2021 – Sommer 2022)

  • Juli bis Oktober 2021: Wettbewerbsvorbereitung Freiraumplanerischer Wettbewerb
  • November 2021 bis Mai 2022: Wettbewerbsdurchführung Freiraumplanerischer Wettbewerb
  • 3. Quartal 2022: Preisgericht und Ermittlung Preisträger



 

IV. Umsetzung Siegerentwurf
(Frühjahr 2023 bis 2027)

  • 1. und 2. Quartal 2023: Entwurfsplanung– Umsetzung des Siegerentwurfs
  • ab 3. Quartal 2023: Ausführungsplanung
  • ab 2. Quartal 2024: Ausschreibung der Bauleistungen
  • ab 2025: Baudurchführung


 

V. Konkrete Vorbereitung (ab 2023)

  • ab 2023: Gartenschauvorbereitung, Marketing, Vertriebskonzept, Sponsoring-Konzept, Gastro-Konzept, Leitsystem
  • ab 3. Quartal 2023: Veranstaltungsplanung
  • ab 4. Quartal 2026: Ticketverkauf


 

VI. Frühjahr 2027: Eröffnung der Gartenschau                                                                

Was ist ein Rahmenplan?

Im Rahmenplan werden Entwicklungspotentiale eines Stadt- und Freiraums ausgelotet und Perspektiven für die zukünftige Nutzung in groben Zügen dargestellt. Dabei werden grundsätzliche Leitlinien und Ziele festgelegt und Handlungsempfehlungen formuliert, die an ortsspezifische Potentiale und Handlungsbedarfe anknüpfen. 

Erstellt wird der Rahmenplan vom Büro Kienleplan in enger Abstimmung mit einer Lenkungsgruppe, bestehend aus politischen und städtischen Vertretern Bad Urachs sowie den Partnern der Gartenschau, der Bruderhausdiakonie und des Biosphärengebiets. Auch die Ergebnisse aus Fachämter- und Behördengesprächen fließen in die Planung ein. 

Durch die Einbindung der Bevölkerung wird das Konzept auf eine breite Basis gestellt. Ziel ist ein grundsätzlicher Konsens über die Entwicklung der zukünftigen Daueranlagen des Gartenschaugeländes in und um das Gelände des Kurparks Bad Urach. 

Da der Rahmenplan keinen rechtsverbindlichen Charakter hat, wird mit Abschluss seiner Aufstellung der Gemeinderat sich selbst durch Beschluss am 22.06.2021 an die darin erarbeiteten und festgelegten Inhalte binden. Diese sind dann maßgeblich bei der weitergehenden Planung. Sie münden anschließend in ein freiraumplanerisches Wettbewerbsverfahren zur Gestaltung der Daueranlagen vom Diegele-Wehr bis in die Ermswiesen. 

Wie werden die Anwohner im direkten Umfeld der Gartenschau vor wilder Parkierung geschützt, die alle Straßen verstopft?

Es wird für die Gartenschau ein Verkehrs- und Parkierungskonzept geben. Darin werden alle Problemstellungen zu dieser Thematik behandelt. Ziel ist es, dass möglichst viele Besucher mit dem ÖPNV anreisen und der Stellflächenbedarf im Maisental sowie an zentralen Großparkplätzen inkl. Shuttleverkehr abgedeckt werden.

Schon heute gibt es Zeiten, in denen Bad Urach ein so hohes Verkehrsaufkommen aufweist, dass nichts mehr geht. Wie will die Stadt verhindern, dass wir Uracher während der Gartenschau nicht täglich im totalen Verkehrschaos enden?

Es wird für die Gartenschau ein Verkehrs- und Parkierungskonzept geben. Darin werden alle Problemstellungen zu dieser Thematik behandelt. Wichtige Bausteine werden die Umgestaltungen der Hochhaus- und Wasserfallkreuzung sowie der Ausbau der Ermstalbahn im Rahmen des Regionalbahnkonzepts mit besserer Anbindung an den überregionalen Bahnverkehr sein.

Was haben die Teilorte von der Gartenschau, wie werden Sie einbezogen?

Die Gartenschau stärkt insgesamt das Image der Stadt Bad Urach und damit nicht nur der Kernstadt, sondern auch der Ortsteile. Außerdem werden durch die Gartenschau bestimmte infrastrukturelle Maßnahmen erst oder beschleunigt möglich, wie z.B. der Umbau der Hochhaus- und Wasserfallkreuzung oder die Optimierung des Bereichs ZOB/Bahnhof und des ÖPNV-Takts, welche einen besseren Verkehrsfluss ermöglichen werden.

Die Stadtteile und ihre Vereine können sich im Rahmen des Veranstaltungsprogramms präsentieren. Es ist zusätzlich vorgesehen, dass die Stadtteile Gelder aus dem städtischen Haushalt zur Gestaltung des Ortsbilds bekommen.

Was passiert mit dem Gartenschaugelände nach der Gartenschau? Was bleibt uns?

Der Rahmenplan, der im Augenblick erarbeitet wird, beschäftigt sich ausschließlich mit den Daueranlagen, die bis zur Gartenschau im Umfeld Kurpark, Diegele-Wehr und Ermswiesen umgesetzt werden sollen. Über die verschiedenen Bürgerbeteiligungen können sich alle BürgerInnen Bad Urachs in die Gestaltung der Daueranlagen mit einbringen.

In diese Flächen eingebettet liegen im Gartenschaujahr 2027 Teile der temporären Ausstellungsflächen. Nur diese werden nach der Veranstaltung rückgebaut. Die verbleibenden Flächen werden erhalten und stehen für die Bevölkerung zur Verfügung. Durch ein im Vorfeld der Gartenschau gut überlegtes und ausgearbeitetes Pflegekonzept sind diese Flächen auch in ihrem zukünftigen Bestand qualitativ gesichert.

Wird die Gartenschau barrierefrei sein?

Das primäre Ziel für alle Planungen im Zuge der Umsetzung der Gartenschau Bad Urach 2027 ist eine barrierefreie Gartenschau umzusetzen. Dies wird auch als verbindliche Forderung in den Auslobungsunterlagen des Wettbewerbs gesetzt sein.

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